VR-Fibel, Teil 2: Räume und Multi-User-Anwendungen

Teil 1: Begriffserklärungen
Teil 2: Räume und Multi-User Anwendungen
Teil 3: Bewegen in VR und Hardware-Szenarien
Teil 4: Aktualisierte Hardware-Szenarien Stand Herbst 2021
Teil 5: Die eigene VR-Location einrichten

Über „echte“ und „virtuelle“ Räume

Gespräche über „Nutzer“ in „Räumen“ können bei VR-Anwendungen schnell verwirrend werden. Teilen sich die Nutzer einen _echten_ Raum, sind also im gleichen Zimmer oder in der gleichen Halle? Oder teilen sich die Nutzer einen _virtuellen_ Raum, obwohl sie in der echten Welt an verschiedenen Orten sind? Zeit für ein paar Grundlagen:

Eine VR-Anwendung kann wie ein herkömmliches PC-Programm auf einem Computer installiert werden.

Meistens ist es praktischer, wenn Nutzer das Programm im Browser aus dem Internet aufrufen können. So muss der Nutzer nichts installieren und das Programm ist immer auf dem neuesten Stand.
Nachteile hat diese Lösung in Gegenden mit schlechter Internet-Anbindung.

Parallele Nutzung

Viele Nutzer können so die Software parallel nutzen. Sie nutzen diese also gleichzeitig, aber nicht gemeinsam.

Multi-User Anwendungen

In Multi-User-Anwendungen können mehrere Nutzer im selben Virtuellen Raum gemeinsam arbeiten.

Die reale Entfernung ist in Multi-User-Anwendungen (bei guter Internet-Anbindung) irrelevant. Die Nutzer können im selben Zimmer oder auf verschiedenen Kontinenten sein.


Mehrere Nutzer in einer Halle

Abstand zwischen Nutzern

Mehrere Nutzer können im selben (realen) Zimmer VR nutzen.

Um Unfälle zu vermeiden, sollte jeder Nutzer einen eigenen Bereich haben.

Diese Bereiche können physisch getrennt sein. Normalerweise sind virtuell gespeicherte „Grenzen“ ausreichend.
Für Hallen mit mehr als 10*10 Meter können Sichtblenden für die Sensoren nötig werden (siehe unten). Diese können als natürliche Grenzen der verschiedenen Bereiche dienen. Bei mehreren Nutzern im selben Zimmer sollte die Kabelführung bedacht werden. Es gibt auch Lösungen, die Kabel an der Decke zu führen. Manche Brillen (wie die Oculus Quest, siehe unten) benötigen keine Kabel.


Anzahl der Sensoren pro Fläche

Mit zwei Sensoren kann eine Fläche von etwa 6m*6m erfasst werden. Die Sensoren können von beliebig vielen Nutzern gleichzeitig genutzt werden.

Vier Sensoren können entweder ein Quadrat von bis zu 10m*10m erfassen, oder zwei Flächen von je 6m*6m.

Wenn mehr als 4 Sensoren nötig werden, müssen die einzelnen Bereiche durch Sichtblenden voneinander abgetrennt werden.

Alternativen für die Sensoraufstellung

Eine große Halle ist sinnvoll, wenn diese ohnehin schon vorhanden ist und/oder zwischen realer und virtueller Interaktion der Teilnehmer gewechselt werden soll.
Sofern dies nicht gegeben ist, können Sie die Teilnehmer auch auf mehrere Zimmer zu verteilen. In der Virtuellen Welt können diese ja dennoch zusammenarbeiten.

Manche Brillen (siehe unten) benötigen auch keine Sensoren oder Kabel.

Unter der Bezeichnung „VR Anti Latency“ gibt es seit kurzem Bodenmatten, welche herkömmliche Sensoren überflüssig machen sollen. Bisher haben wir diese Technologie allerdings noch nicht in der Praxis testen können.

Weiterführe Informationen zur Sensoraufstellung:

Weiterführende Informationen zur Sensoraufstellung finden Sie unter folgenden Links:

Empfehlung für den Standort: https://www.vive.com/de/support/vive-pro/category_howto/tips-for-setting-up-the-base-stations.html

Wie viele kann ich in einem Setup verwenden: https://www.vive.com/de/support/vive-pro/category_howto/how-many-base-stations-can-i-use.html

Installation von mehr als zwei Basistationen: https://www .vive.com/de/support/vive-pro/category_howto/considerations-to-make-when-installing-more-than-two-base-stations.html

Maximale Fläche: https://www.vive.com/de/support/vive-pro/category_howto/minimum-and-maximum-play-area-size-for-more-than-2-base-stations.html

https://antilatency.com/

Die anderen Teile dieser Fibel:

Teil 1: Begriffserklärungen
Teil 2: Räume und Multi-User Anwendungen
Teil 3: Bewegen in VR und Hardware-Szenarien

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